Sich selbst vergessen

Theorie und Praxis der mittelalterlichen Mystik von Meister Eckhart

Erfahrung, Selbsterfahrung, tiefe Weisheit, Einsicht in Zusammenhänge und Bedingtheiten der Welt und der eigenen Existenz, und die sich daraus ergebende Achtsamkeit im Umgang mit sich und der Mitwelt sind Anteile, die sich viele Menschen für ihrem spirituellen Weg wünschen. Dabei erlebt der Suchende in der Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte manche Enttäuschung. Und doch gibt es bereits im Mittelalter Stimmen, denen genauer zuzuhören sich gerade heute wieder lohnt. »Wenn man von den Formen absieht und den Sachen auf den Grund geht, wird man finden, dass Schakia Muni (Buddha) und Meister Eckhart das selbe lehren« (Artur Schopenhauer). Und tatsächlich erleben wir bei jenem Mystiker eine Sprache, Bilder und Erkenntnisse, wie wir sie aus dem christlichen Kulturkreis vielleicht gar nicht mehr erwartet hätten..

Prof. Dr. Dr. Harald Walach

ist Professor für Forschungsmethodik komplementärer Medizin und Heilkunde an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Er leitet dort das Institut für Transkuluturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) das unter anderem einen Master Studiengang "Komplementäre Medizin" anbietet. Harald Walach hat Psychologie und Philosophie in Freiburg und Wien studiert und war danach 10 Jahre lang am Universitätsklinikum Freiburg und am Institut für Psychologie in der Forschung zu Naturheilverfahren und alternativen Therapieansätzen aktiv. Nach einem 4-jährigen Aufenthalt als Research Professor an der University of Northampton kehrte er 2009 nach Deutschland zurück. Neben der Komplementärmedizin hat sich Harald Walachin seinen philosphischen Studien intensiv mit der mittelalterlichen Mystik auseinandergesetzt. Den Doktortitel der Philosopie erwarb er mit einer Arbeit über den Karthäusermönch Hugo de Balma. Sein Anliegen ist es Erkenntnisse, die aus inneren erfahrungsbasierten Ansätzen stammen, wie sie in der mittelalterlichen Mystik aber auch in vielen anderen spirituellen Traditionen praktiziert werden, mit der modernen Wissenschaft zu verbinden.

 

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